Exkursion des Lateinkurses zum Harzhorn

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Die im Jahr 2008 überraschend erfolgte Entdeckung einer Hippo-Sandale (Pferde-Schuh) und zweier Katapultbolzen aus der Römerzeit hat diese Region am Harzhorn mittlerweile zu einem von Archäologen und anderen Wissenschaftlern sehr begehrten Studienobjekt gemacht. Das Interesse ist breit gestreut: Touristen, Geologen, Angehörige der Bundeswehr, selbst ein General aus den USA waren bereits hier. Nach dem Besuch der in den Jahren 2013-2014 unglaublich erfolgreichen Ausstellung im Landesmuseum von Braunschweig, das „Roms vergessenen Feldzug“ gezeigt hatte, fahren die Latein-Gruppen des BS-Kollegs regelmäßig in diese Region, wo wahrlich „der Hund begraben“ liegt und sozusagen „nichts los“ ist. Die thematische Einführung im architektonisch sehr speziell konzipierten Pavillon und die anschließende Begehung des Schauplatzes durch eine versierte Archäologin aus Bad Gandersheim, die von Anfang an dabei war, haben nach den Jahrgängen 75 und 76 nun auch die Kollegiaten der Lateingruppe 77A am 22. März 2017 erlebt.

Die fast vollzählige Lateinklasse 77A mit ihrer Lateinlehrerin Heike Helm neben dem Infogebäude „Römerschlacht am Harzhorn“. Die spezielle Architektur symbolisiert auf den Seiten des Ausstellungspavillons die Gegner: Das Holz einer Eiche steht auf der einen Seite für die Germanen, der metallisch aussehende Baustoff auf der anderen Seite erinnert an die Römer unter Maximinus Thrax.

Vorführung der Ausrüstung der römischen Legionssoldaten durch die Archäologin des Harzhornteams mit Unterstützung eines Kollegiaten der Lateinklasse 77A. Die Ausrüstung besteht unter anderem aus einem ca. 7,5 kg schweren Kettenhemd über dem Untergewand und einer mit einem speziell geflochtenen Gürtel gehaltenen Hose. Der Kollegiat führt hier einen Legionärshelm vor, nachdem er vorher einen mit Helmbusch verzierten Offiziershelm getragen hatte.

Eine Kollegiatin und ein Kollegiat improvisieren eine Kampfszene zwischen einem Römer und einem Germanen.

Im Gelände wurden durch eine versierte Archäologin nicht nur die Fundorte der Bogenschützengeschosse, der Katapultbolzen, der Sandalennägel, eines Gürtels, eines Kettenhemds, der germanischen Relikte etc. erläutert, sondern auch die Hypothesen über den Ablauf des Kampfgeschehens vorgestellt. Darüber hinaus wurde auch eine geologisch sehr aufschlussreiche Grabungsstelle mit Versteinerungen vor Augen geführt. Die Kollegiaten durften einige Versteinerungen für ihren Biologieunterricht sammeln.

(Autorin: Heike Helm)

 

 

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