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Behördenmarathon 2017: Braunschweig-Kolleg war mit zwei Staffeln am Start

veröffentlicht: 13.01.2018

Am 16. August 2017 war es wieder so weit: Zwei Staffeln schickte das Braunschweig-Kolleg zum 16. Behördenmarathon ins Rennen: Als Kollegiaten-Team „Braunschweig-Kolleg 1“ erkämpften sich Marius Rebholz, Marvin Pagel, Astrid Loest, Dominic Hock, Stefan Alekseenko, Ilja Galusin und Isaiah Dimbo einen respektablen 73. Platz. Die Lehrerinnen und Lehrer rückten als „Braunschweig-Kolleg 2“ an und stürmten mit Adrian Gunkel, Anja Ruszynski, Guido Greschke, Urs Tegebauer, Frauke Niehoff, Jan Zimmermann und Thomas Riemann auf einen grandiosen 39. Platz vor.

Jan Zimmermann, Adrian Gunkel, Frauke Niehoff, Marvin Pagel, Anja Ruszynski, Stefan Alekseenko und Guido Greschke (v.l.n.r.) strahlen hier stellvertretend für beide Teams um die Wette.

Gemeinsam war allen am Ende das Hochgefühl, den Körper in der „Hitzeschlacht“ am Ölpersee verausgabt zu haben. Hochrote Köpfe, verschwitzte Rücken und bleiernde Waden hatten demzufolge keine Chance gegen leuchtende Augen und Mündern, denen Sätze entfleuchten wie „Im nächsten Jahr trainiere ich vorher noch intensiver und dann aber …“ Wer also mit dem Gedanken spielt, am nächsten Behördenmarathon als Neueinsteiger mitmachen zu wollen, muss sich ranhalten. Die „alten Hasen“ haben „Blut geleckt“ und wollen wieder laufen. Vielleicht drohen am Kolleg zukünftig sogar Ausscheidungskämpfe. Als Richtschnur seien hier die sensationellen Zeiten genannt, die unsere drei besten Staffelläufer erzielt haben: Thomas Riemann schaffte es mit unglaublichen 26 Minuten und 20 Sekunden auf den 63. Platz von insgesamt 798 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ilja Galusin (27:13, Platz 92) und Marius Rebholz (27:19, Platz 96) blieben ihm allerdings mit ihren beherzten Läufen dicht auf den Fersen.

Author: redakteur

Kulturnachmittag unter dem Motto „Erinnerungen – Eine Reise durch ein Jahrhundert (1910 – 2010)“

veröffentlicht: 13.01.2018

Am 12. Juni 2017 fand zum wiederholten Male der Kulturnachmittag in der Aula des BS-Kollegs statt. Die vom Förderverein gesponserte und von der Kreativ-AG organisierte Veranstaltung widmete sich dem Motto „Erinnerungen – Eine Reise durch ein Jahrhundert (1910 – 2010). Über zwei Stunden lang wussten KollegiatInnnen und LehrerInnen ihr Publikum mit einem bunten Programm zu begeistern. Selbst verfasste, wirklich beeindruckende Gedichte und Songs, originelle Passagen aus unbedingt lesenswerten Büchern,  hervorragend präsentierte Gesangs- und Tanzeinlagen, urkomische Sketche und skurile Gedichtvorträge ließen den Zuschauern kaum eine Atempause, denn es wurde unentwegt zum Staunen, Lachen und Nachdenken gebracht. Wer zur Ruhe kommen wollte, musste auf die Pause warten, wo sich die Cafeteria wieder einmal von ihrer besten Seite zeigte, um die BesucherInnen mit ihrem kulinarischen Programm zu verwöhnen.

Mareike Fuhrmann und Marie-Christin Hoffmann führten charmant und humorvoll durch das Programm.

Marie Gauglitz eröffnete den Kulturnmittag mit ihrem großartigen Poetry Slam „Erinnern und Vergessen“.

 

Daniel Schupp strapazierte die Lachmuskeln des Publikums …

… durch seine einzigartige Präsentation von Dada-Gedichten.

 

Für viel Spaß sorgte der Kostümwettbewerb …

… mit seinen schlagfertigen TeilnehmerInnen, ….

… coolen Outfits, …

… schrägen Interviews, …

… gelungenen Gesamtkunstwerken und …

… der jüngsten Teilnehmerin als Siegerin.

 

Jennifer Hage, Anna Remisov und Ines Drösselmann begeisterten mit einer Interpretation des Madonna-Songs „Like a virgin“.

Beim Song „Can’t help falling in love“ von Elvis Presley unterstützten sie die BackgroundsängerInnen Kai Frohbart, Ines Drösselmann und Jan Zimmermann.

 

Der Kurs „Darstellendes Spiel“ (Jg. 77) strapazierte die Lachmuskeln mit einer Slapstikversion von „Aschenputtel“ und …

… einer kabarettistischen Einlage, in der die Monotonie in der heutigen Arbeitswelt auf’s Korn genommen wurde.

Außerdem nahm er auf sehr humorige Art liebenswerte Merkmale der LehrerInnen auf’s Korn.

Dabei griff man gern auf Gesten mit hohem Wiedererkennungswert zurück.

Zum Teil reichte nur die Mimik, um zu erkennen, wer wohl gemeint war.

Aber auch einzelne Aussprüche bargen hohes Zuordnungspotential.

 

Einige Musikacts standen auch auf dem Programm: Mareike Fuhrmann bewegte mit „Märchen schreibt die Zeit“, …

… die Musiklehrerin Ruth Nölke-Walsemann präsentierte ihren eigenen Song „Komm wir gehen weg hier, …

… der Musiklehrer Johannes Kruse sorgte mit seinem Song „Gedächtnis“ für nachdenkliche Heiterkeit, ….

… Florian Ahrens berührte mit einem jiddischen und einem kurdischen Lied.

 

Während die Schulband die Bühne mit ihrem „Protestsong“ und viel Power rockte, …

servierten Lisa Zeuke und Jan Zimmermann den urkomischen Sketch „Das Viereinhalb-Minuten-Ei“.

 

Ines Duncker brachte ihre Zuhörer mit ihrem Text „Erinnerungen“ zum Nachdenken, …

André Koberski sorgte mit seinem „Sporttagebuch“ für sehr viel Spaß.

 

Author: redakteur

Projekttag anlässlich des 50. Todestages des ehemaligen Kollegiaten Benno Ohnesorg

veröffentlicht: 13.01.2018

Am 02. Juni 2017 jährt sich der Tag der Erschießung des ehemaligen Kollegiaten Benno Ohnesorgs auf einer Demonstration zum 50. Mal. Aus diesem Anlass führte das Braunschweig-Kolleg am 01. Juni 2017 einen Projekttag durch, in dessen Mittelpunkt die Frage „Jugend, Bildung, Politik – Was bleibt von 1967?“ stand. In zehn Arbeitsgruppen, die aus aktuellen und ehemaligen Kollegiatinnen und Kollegiaten sowie Lehrerinnen und Lehrern bestanden, wurden das Jahr 1967 und seine Nachwirkungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Den Anfang machte allerdings die Journalistin und Buchautorin Sabine Pamperrien, die den Projekttag in der Aula mit einem Vortrag eröffnete. Mit Hilfe von Ton- und Bilddokumenten sowie Auszügen aus ihrem Buch „1967. Das Jahr der zwei Sommer“ stimmte sie sehr anschaulich und informativ die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihre Workshops ein, die unmittelbar danach stattfanden.

Sabine Pamperrien liest aus ihrem Buch „1967. Das Jahr der zwei Sommer“. Ihrer Meinung nach habe die Jugend in erster Linie gegen den Bildungsnotstand protestiert.

In der Aula des BS-Kollegs, die mit ehemaligen und aktuellen KollegiatInnnen und LehrerInnen voll besetzt war, …

… veranschaulicht sie mit dokumentarischem Filmmaterial den damaligen Konflikt zwischen den Generationen.

In den Workshops hatten dann alle die Gelegenheit, sich in einem der folgenden Projekte intensiv mit einer ganz speziellen Thematik auseinanderzusetzen und die Arbeitsergebnisse am Nachmittag den Gästen und der Schulöffentlichkeit zu präsentieren:

Projekt 1: Zivile Nutzung der Atomkraft 1967: Heilsbringer oder stehende Atombomben?

In den Jahren ab 1960, als der kommerzielle Durchbruch der Kernenergie erfolgte, kam heraus, dass auf die Notkühlung im Falle eines Falles doch kein sicherer Verlass war. Der Begriff „Restrisiko“ wurde geprägt. Damit gilt 1967 als Gründungsjahr der Antiatomkraftbewegung, das Jahr, in dem auch der erste Atommüll in der Asse eingelagert wurde. Die ProjektteilnehmerInnen untersuchten diese und weitere Aspekte. (Bild von der Präsentation)

Projekt 2: Zeitzeugen im Dialog: Erinnerungen an 1967

Die von den KollegiatInnen vorbereiteten Interviews mit Zeitzeugen wurden mit einer Videokamera aufgezeichnet und in der Aula präsentiert. Im Mittelpunkt standen Fragen danach, wie sie den Tag, an dem Benno Ohnesorg erschossen wurde, und die sich anschließenden Studentenproteste erlebt haben. (Bild vom Workshop)

Projekt 3: NS-Eliten in der Bundesrepublik Deutschland

Mit der Bemerkung „Man schüttet kein schmutziges Wasser weg, solange man kein sauberes hat!“ kommentierte Bundskanzler Konrad Adenauer die Reintegration der NS-Eliten in führende Positionen der Verwaltung, Wirtschaft, Justiz und Politik. Die KollegiatInnen recherchierten skandalöse Einzelfälle und bereiteten eine szenische Lesung vor. (Bild von der Präsentation)

Projekt 4: Ohnesorg, Timm und der 2. Juni 2017 – Auf Spurensuche in Berlin

Um Benno Ohnesorg so nah wie möglich zu kommen, waren die WorkshopteilnehmerInnen am Originalschauplatz des 02. Juni 1967, werteten Dokumente aus und unterhielten sich mit MitkollegiatInnen Ohnesorgs. Ihre Arbeitsergebnisse präsentierten sie in einem Vortrag, einer Filmsequenz und einer Lesung. (Bild von der Präsentation)

Projekt 5: The Piper at the Gates of Drawn – Die Musik des Jahres 1967 und die Auswirkungen auf die heutige Jugendkultur

Das Jahr 1967 erwies sich als Initialzündung für die Pop- und Rockmusik, denn wichtige Debütalben erschienen und im Summer of Love fand in Monterey das erste große Festival im Freien statt. Die KollegiatInnen arbeiteten an ausgwählten Musikbeispielen, Songtexten und Videoaufnahmen den Geist dieser Zeit heraus und untersuchten die Auswirkungen auf die Jugendbewegung. (Weiteres Bild vom Workshop)

Projekt 6: 1968 und die Konsequenzen für Feminismus und Genderforschung 

Die Studentenunruhen ab 1968 hatten großen Einfluss auf die sogenannte zweite Welle der Frauenbewegung und die Ausgestaltung feministischer Grundhaltungen. Die sich etablierende Genderforschung führt Grundgedanken dieser Zeit weiter und gibt Anregungen für aktuelle Diskussionen um Diskriminierung und gleichberechtigte Teilhabe in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung. In diesem Projekt verschafften sich die TeilnehmerInnen in Textarbeit und Diskussionen Einblicke in das Thema und arbeiteten Konsequenzen für eigene zukünftige Lebensentscheidungen heraus.

Projekt 7: 1967/68 in Braunschweig

Anhand von historischen Zeitungsartikeln, Geschichtsdarstellungen und Zeitzeugen wurde in diesem Projekt erarbeitet, warum in den Jahren 1967/68 auch in Braunschweig die Emotionen sehr hoch schlugen. Dabei bewegten die Stadt nicht nur die Erhöhung der Schwimmbadpreise und der Gewinn der Deutschen Meisterschaft durch die Eintracht, sondern auch die Ermordung Benno Ohnesorgs und die Berliner Studentenproteste fanden großen Widerhall. (Bild von der Präsentation)

Projekt 8: Bürger auf die Barrikaden? – Politisches Engagement heute

In diesem Workshop wurde zunächst auf der Basis wissenschaftlicher Studien ein Überblick über die politischen Aktivitäten junger Menschen 2016/17 gewonnen, bevor in der zweiten Hälfte des Tages das Engagement der Kolleggemeinschaft in den Fokus gestellt wurde. Hierzu entwickelten die ProjektteilnehmerInnen eine Umfrage und führten diese durch, sodass die Motive für politisches Handeln identifiziert werden konnten. (Bild von der Präsentation)

Projekt 9: RAF – Radikalisierung der Bewegung

Hier gingen die KollegiatInnen mit ihren Lehrkäften den Fragen nach, welche Motive die Terroristen der RAF hatten, welche Ziele sie verfolgten und inwiefern man deren Radikalisierung mit heutigen terroristischen Gruppierungen vergleichen kann.

Projekt 10: Bild, Springer und Co. – Die Rolle der Medien

Vor dem Hintergrund der Berichterstattung im Zusammenhang mit der Ermordung Benno Ohnesorgs und den Studentenprotesten wurde hier anhand von historischem Zeitungs- und Zeitschriftenmaterial (z.B. „Bild“ und „Spiegel“) untersucht, wie sehr die damaligen Medien versucht haben, die Meinungsbildung zu beeinflussen und inwiefern ihnen dies auch tatsächlich gelungen ist. Ein aktueller Bezug zur Rolle der heutigen Medien bei der Entstehung von „fake news“ drängte sich dabei natürlich auf. (Bild von der Präsentation)

 

Im Anschluss an die sehr abwechslungsreiche Vorstellung der Projektergebnisse las der Bürgermeister Dr. Blöcker Auszüge aus dem Roman „Der Freund und der Fremde“ vor, in dem der Autor Uwe Timm sich an seinen Freund und Mitkollegiaten Benno Ohnesorg erinnert, und versetzte das Publikum in eine nachdenkliche Atmosphäre.

Der Bürgermeister Dr. Blöcker appellierte während seine Lesung im Sinne der 68er-Generation auch heute noch Autoritäten in Frage zu stellen und sich couragiert gegen die Diskriminierung Andersdenkender aufzulehnen.

Den vorläufigen Schluss des Projekttages, der vom Förderverein des Braunschweig-Kollegs gefördert wurde, bildete die Einweihung einer Gedenktafel vor dem Braunschweig-Kolleg durch Dr. Blöcker und den Schulleiter des Braunschweig-Kollegs und Abendgymnasiums Herr Hausmann.

Der Bürgermeister Dr. Blöcker (r.) mit Herrn Hausmann, dem Schulleiter des Braunschweig-Kollegs und Abendgymnasiums, bei der Einweihung der Gedenktafel vor dem Haupteingang.

 

Zahlreiche ehemalige MitkollegiatInnen Benno Ohnesorgs nahmen den Projekttag zum Anlass, mit dem Schulleiter, den LehrerInnen und KollegiatInnen ins Gespräch zu kommen und …

… sich über die Projektergebnisse zu informieren.

Danach nutzten viele Anwesende das Angebot des Cafeteria-Teams, beim gemeinsamen Grillen über die 68er-Generation und ihre Nachwirkung bis zum heutigen Tag zu diskutieren.

Author: redakteur

Achtung! Ehemalige Kollegiatinnen und Kollegiaten!

veröffentlicht: 13.01.2018

Liebe Ehemalige des Braunschweig-Kollegs,

am 1. Juni veranstaltet das Braunschweig-Kolleg einen Projekttag anlässlich des 50. Todestages von Benno-Ohnesorg mit dem Titel „Jugend, Bildung, Politik – Was bleibt von 1967?“

Das Besondere ist dabei, dass die aktive Teilnahme ehemaliger Kollegiaten ausdrücklich und sehr erwünscht ist, ja ein wichtiger Teil des Projekttages bzw. der Themenerarbeitung sein könnte/sollte!
Bitte schaufeln Sie sich Zeit frei und nehmen Sie teil; die Emailadresse  zur Meldung lautet: projekttag1967@bsk-agy.de

Hier finden Sie das genaue Programm und die möglichen Themen der Workshops.

Author: redakteur

Philipp Winkler, „die literarische Entdeckung der Saison“ (Hamburger Abendblatt), liest am BS-Kolleg aus seinem Roman „Hool“

veröffentlicht: 13.01.2018

Philipp Winklers „Hool“ wurde als einer von sechs Romanen auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2016 nominiert. Am Mittwoch, dem 05. April 2017, stellt er um 19.30 Uhr in der Aula des Braunschweig-Kollegs (38124 Braunschweig, Wolfenbütteler Straße 57) sein von der Presse gefeiertes Werk vor.

 

Knappe inhaltliche Angaben zum Roman „Hool“:

Jeder Mensch hat zwei Familien. Die, in die er hineingeboren wird, und die, für die er sich entscheidet. HOOL ist die Geschichte von Heiko Kolbe und seinen Blutsbrüdern, den Hooligans. Philipp Winkler erzählt vom großen Herzen eines harten Jungen, von einem, der sich durchboxt, um das zu schützen, was ihm heilig ist: Seine Jungs, die besten Jahre, ihr Vermächtnis.

Kommentar der Jury des Deutschen Buchpreises 2016 zum Roman „Hool“:

Heiko Kolbe ist ein Held, wie es ihn so in der Literatur noch nicht gab. Er stammt aus zerrütteten Verhältnissen, hat aber eine Ersatzfamilie: eine unbedingt an die reinigende Kraft der Klopperei glaubende Schlägergang. Heiko ist Hooligan. Fußball? Unwichtig. Wichtig ist die körperliche Triebabfuhr, der Zusammenhalt der Gruppe, die Verlässlichkeit, die ungeschriebenen Regeln der Keile. Philipp Winkler schreibt in eindringlichen Szenen von der Lebens- und Adrenalingier der „Hools“ und von einer Kultur der Gewalt, in der Außenseiter ihre Sprache finden. Mit seinem krachenden Debüt gelingt Winkler ein Milieuroman, der nichts verherrlicht, der hart ist, traurig und manchmal auch komisch.

Hier einige Ausschnitte aus Rezensionen zum Roman „Hool“:

n-tv.de: » […] eine[r] der bemerkenswertesten und lesenswertesten Romane des Jahres.«

Stern: » Ein außerordentliches literarisches Werk über das Verlieren. « 

BR Puls: » Was Philipp Winkler in dieser Geschichte anspricht, das dürfte uns alle packen. « 

NDR Kultur: » Hier wird geliebt und gehasst, gesoffen und geprügelt, getröstet und gegrölt […] ein brillianter junger Autor […]. «

Hamburger Abendblatt: » Philipp Winkler ist die literarische Entdeckung der Saison. «

Nürnberger Nachrichten: » […] die Wucht seiner Erzählkraft […]. «

Berliner Zeitung: » [ein] Roman, [der] nicht weniger verspricht als die bedingungslose Annäherung an einen Menschen. «

Die Welt Kompakt: » Der Hooligan ist tot, es lebe der Hooligan! «

Schwäbische Zeitung: » […] ein durchkomponiertes Werk, das gleichzeitig brutal und gefühlvoll, komisch und traurig, fremd und vertraut ist. «

DeutschlandRadio Kultur: » Vor allem imponiert Winklers Roman […] durch seine Authentizität […]. «

Süddeutsche Zeitung: » als hätte man einem wahren […] Kern die Konturen mit Lidstrichen aus Blut und Schmutz scharf nachgezogen […]. «

Frankfurter Allgemeine: » Hart wie eine Schlägerei, aber kalkuliert bis ins Letzte […] «

ZEIT Online: » Ein harter, zupackender Roman […] .«

Der Spiegel: » Am Ende ist es vor allem eine Geschichte über das verdammte Erwachsenwerden. «

taz: » Wirklich beeindruckend ist, wie anschaulich Philipp Winkler das Drama des Heiko Kolbe […] gestaltet hat. «

Frankfurter Neue Presse: » Hool ist ein Wirkungstreffer und der nachhallendste Debütroman des Jahres. «

BR 2: » Es geschieht nicht alle Tage, dass ein Romandebüt vor seinem Erscheinen die Literaturbranche in Aufregung versetzt. «

Neue Presse: » Ein so erschreckender wie großartiger Roman. «

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: » Es gebe zu wenige Romane, die von der deutschen Wirklichkeit erzählen, sagen manche. Hier ist einer. «

11 Freunde: » Man muss Philipp Winkler dankbar sein.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung: » […] ein Terrain zu betreten, auf dem andere Regeln und Werte gelten, darum geht es in diesem kompromisslosen Roman. «

 

Author: redakteur

Das White Horse Theatre begeisterte das BS-Kolleg

veröffentlicht: 13.01.2018

Am 07. März 2017 folgte das White Horse Theatre zum wiederholten Mal dem Ruf der Fachgruppe Englisch und begeisterte die Kollegiatinnen und Kollegiaten in der vollbesetzten Aula des Braunschweig-Kollegs. Dieses Mal brillierten die vier Schauspielerinnen und Schauspieler mit einer Inszenierung des weltberühmten Romans „The Picture of Dorian Gray“ von Oskar Wilde. Große Schauspielfreude und hohes Handlungstempo waren dabei die Garanten für einen Auftritt, der das Publikum schnell in seinen Bann zog und bis zum Ende nicht mehr los ließ.

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Das englischsprachige Ensemble fesselte die Zuschauer nicht nur durch permanente Rollenwechsel und einen ausdrucksstarken Sprachgestus, sondern auch durch hinreißende Gestik und Mimik. Kein Wunder also, dass sich das Publikum dem Sog der Schauspielkunst ebenso wenig entziehen konnte wie die Hauptfigur des Stückes der Anziehungskraft von Jugend und Hedonismus: Dorian Gray, ein unfassbar attraktiver Jüngling, verfällt seiner eigenen Schönheit und gibt sich ganz den sinnlichen Verführungen des Lebens hin. Das Altern überlässt er großzügig einem Porträt, das der Maler Basil Hallward einst von ihm auf eine Leinwand gebannt hat. Pech nur, dass dieses Gemälde nicht nur das unaufhaltsame Ticken der biologischen Uhr widerspiegelt, sondern vor allem den moralischen Verfall, den Dorian Gray vollzieht. So kann die äußerlich betonierte Schönheit den dekadenten Lebemann, der  den Tod zweier Menschen zu verantworten hat, nicht retten. Denn die Gewissheit um sein verkommenes Inneres, das unaufhaltsam dem moralischen Knock-out entgegen geht, treibt ihn dazu, das Gemälde und damit sich selbst zu zerstören.

Aber den Zuschauern wurde mehr geboten, als ein Jüngling, der sein Innerstes verlor, weil er nur auf sein Äußeres achtete. Das Stück servierte die ganze Palette menschlicher Charaktere: Naivität, Dummheit, Arroganz gaben sich auf der Bühne die Klinke in die Hand. Ironie, Zynismus und Sarkasmus waren ihre ständigen Begleiter. Menschen wurden benutzt, hintergangen und verraten. Nichts Menschliches schien dieser Inszenierung also fremd! Das Publikum honorierte zu Recht mit tosendem Applaus zweierlei: die Bisanz der bereits 1890 entstandenen Geschichte und die wirklich famose Inszenierung des Jahres 2017 durch das White Horse Theatre.

Author: redakteur

Braunschweig-Kolleg inszenierte die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens zur Weihnachtsfeier

veröffentlicht: 13.01.2018

Am 20. Dezember 2016 war es in der vollbesetzten Aula des Braunschweig-Kollegs wieder soweit: Auf Initiative der Kreativ-AG wurde das Publikum mit einer Weihnachtsfeier der besonderen Art überrascht. Kollegiatinnen und Kollegiaten zauberten zusammen mit einzelnen Lehrerinnen und Lehrern die Weihnachtsgeschichte „A Christmas Carol“ von Charles Dickens auf die Bühne und entzückten die Zuschauer teils auf Englisch, teils auf Deutsch mit einer Fülle famoser Inszenierungsideen, schauspielerischer Glanzleistungen und farbenprächtiger Kostüme.

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Das Ensemble der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens empfängt den verdienten Applaus des Publikums

​Zudem brachte Jennifer Hage mit ihrer beeindruckenden Darbietung des Songs „All I want for christmas is you“ den Saal nicht nur zum Schunkeln und Mitsingen, sondern erntete dafür auch tosenden Applaus. Für einen besinnlichen Moment sorgten Ruth Nölke-Walsemann, Johannes Kruse und Klaus Brauer mit leisen Klängen auf ihren Streichinstrumenten und rundeten somit ein abwechslungsreiches und spannendes Programm ab.

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Zum Ausklang konnte sich das Publikum seine vorweihnachtliche Stimmung mit kleinen Leckereien, die von den Kollegiatinnen und Kollegiaten der Cafeteria bereit gestellt wurden, noch zusätzlich versüßen. Einen besonderen Dank verdient auch hier der Förderverein des Braunschweig-Kollegs, der das Schauspielensemble finanziell unterstützte, um die Bühne austatten und die Figuren entsprechend kostümieren und schminken zu können.

Author: redakteur

Adolf Eichmann oder die Banalität des Bösen – Eine szenische Lesung mit den Schauspielern Harald Schandry und Bernd Surholt von den Hannoverschen Kammerspielen

veröffentlicht: 13.01.2018

Am 5. Dezember 2016 setzte das Braunschweig-Kolleg den Veranstaltungszyklus zum Thema „Vertreibung, Flucht und Verbrechen“ fort. In einer szenischen Lesung „,Arzt hätt` ich nicht werden dürfen‘ – Die Eichmann-Protokolle“ präsentierten die Schauspieler Harald Schandry und Bernd Surholt von den Hannoverschen Kammerspielen Auszüge aus den Verhörprotokollen Adolf Eichmanns (1906-1962), der als Hauptorganisator der nationalsozialistischen Judenvernichtung 1960 aus Südamerika nach Israel entführt und dort nach einem Prozess zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde.

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Ohne Bühnenbild und Kostüme, bei gleichzeitigem Verzicht auf übertriebene Theatralik, konfrontierten die beiden Schauspieler das Publikum in der vollbesetzten Aula mit Textpassagen, die auf drastische Art und Weise verdeutlichten, mit welcher emotionslosen Nüchternheit Adolf Eichmann den grauenhaften Massenmord an den Juden zu organisieren versuchte und wie sehr er dabei nach äußerster Perfektion und Präzision strebte. Gleichzeitig entsetzte die Zuschauer sowohl die fehlende Empathie des Schreibtischtäters, der jedwedes Mitleid mit seinen Opfern vermissen ließ, als auch die Tatsache, dass er zu keiner Zeit von irgendwelchen Schuldgefühlen geplagt wurde. Das zurückhaltende Spiel von Schandry und Surholt, die vorrangig auf die Wirkung der Originaltexte aus den Verhörprotokollen vertrauten, trugen insbesondere dazu bei, die Banalität des Bösen zu verdeutlichen und ein erschüttertes Publikum zurückzulassen. In der anschließenden regen Diskussion offenbarten die beiden Schauspieler ein sehr profundes Wissen über Adolf Eichmann und dessen historischen Kontext und ließen mit ihren detaillierten Antworten und differenzierten Stellungnahmen sehr nachdenkliche Zuschauer zurück. Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein des Braunschweig-Kollegs, der die Veranstaltung maßgeblich mitfinanzierte.

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Braunschweig-Kolleg beteiligte sich am Bundesweiten Vorlesetag

veröffentlicht: 13.01.2018

Im Rahmen des Bundesweiten Vorlesetages, der am 18. November 2016 stattfand,  erfreuten sowohl zahlreiche Kollegiatinnen und Kollegiaten als auch Lehrerinnen und Lehrer ihr Publikum mit einer Vielfalt von Texten, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Romanauszüge, Kurzgeschichten, Gedichte oder Sachtexte aus eigener oder fremder Feder trafen auch aufmerksame Zuhörer und brachten sie zum Nachdenken und Schmunzeln.

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Dabei überzeugten die Rezitatorinnen und Rezitatoren nicht nur durch die gelungene Auswahl geeigneter Textstellen, sondern auch durch ihr unübersehbares Vortragstalent, wodurch alle drei Leserunden über jeweils 90 Minuten kurzweilig und sehr unterhaltsam waren. Während das begeisterte Publikum die Vorlesenden mit viel Beifall belohnte, spendierte der Förderverein des Braunschweig-Kollegs Büchergutscheine, damit der „Lesevirus“ erhalten bleibt und weiter erfolgreich übertragen wird.

Author: redakteur

Veranstaltungsreihe „Kultur am Kolleg“

veröffentlicht: 13.01.2018

Ein Projekt stellt sich vor: Wir verstehen unsere Schule als einen Ort des Lernen, Lebens und Arbeitens. Veranstaltungen – die sich kritisch mit Ideologien und insbesondere der eigenen Geschichte auseinandersetzen – gehörten und gehören über den regulären Unterricht hinaus seit langem zum alltäglichen Schulleben und werden letztlich auch von der Landesschulbehörde im Rahmen einer aktiven Schule gefordert. Diesem Selbstverständnis möchten wir mit der Veranstaltungsreihe unseres Projekts „Kultur am Kolleg“ Ausdruck verleihen.

 

Thema der aktuellen Veranstaltungsreihe: „Vertreibung, Flucht und Verbrechen“

Erstes Semester 2016/2017 (04.08.2016 – 27.01.2017):

1)   „Ich war Hitlerjunge Salomon“: Sally Perel

Termin: 30.09.2016

2)   „Arzt hätt ́ ich nicht werden dürfen – Die Eichmann-Protokolle“:

 Szenische Lesung der Hannoverschen Kammerspiele

Termin: 05.12.2016

 

Zweites Semester 2016/2017 (01.02.2017 – 21.06.2017):

1)   „Adressat unbekannt“:

Johannes Heinen und Michael Westphal-Blonn nebst Begleitung

Termin: 13. Kalenderwoche (Ende März)

Die Veranstaltungen werden vom Förderverein des Braunschweig-Kollegs finanziell und ideell unterstützt. Musikalisch und künstlerisch begleitet werden die Veranstaltungen durch Frau Nölke-Walsemann und der Kreativ-AG. Um die kulinarische Versorgung kümmert sich unsere Cafeteria. Dafür danken wir im Voraus sehr und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Die Zuschauer tragen mit einem möglichst geringen Beitrag zur Finanzierung der jeweiligen Veranstaltung bei. Die erzielten Einnahmen fließen in die Deckung der laufenden Kosten. Die Verbindlichkeiten der jeweiligen Veranstaltungen sind nicht unerheblich und können stark schwanken, da nicht nur Auftritte, sondern u.a. auch Anfahrten, Übernachtungen und die entsprechende Veranstaltungstechnik finanziert werden müssen. Eventuelle Überschüsse werden zur Vorfinanzierung der folgenden Veranstaltung genutzt. Änderungen in den Details der Veranstaltungen sind zwar unschön, können aber leider auftreten, da die Organisation und Durchführung eines solchen Projekts vielschichtig sowie aufwändig sind.

Wir freuen uns mit Ihnen und Euch auf die folgende Saison und sind für Ihre und Eure Ideen, Kritik und Anregungen dankbar.

Jan Zimmermann und Adrian Gunkel

Author: redakteur