Veranstaltungen

Öffnungszeiten und Präsenz während der Weihnachtsferien 2017/18

veröffentlicht: 12.03.2018

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,

liebe Kollegiatinnen und Kollegiaten,

 

die Öffnungszeiten und Präsenz während der Weihnachtsferien 2017/18 finden Sie hier.

 

Frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2018!

Ihr Braunschweig-Kolleg

 

Author: redakteur

Die Fußball-AG braucht Sie!

veröffentlicht: 12.03.2018

Liebe Kolleg-Gemeinschaft,
die Fußball-AG findet jeden Freitag von 15:00-16:30 Uhr in der Halle des Kollegs statt. Wir würden uns freuen, wenn sich noch einige Mitstreiter finden, die jeden Freitag die Unterrichtswoche mit einem erfrischendem Fußballspiel ausklingen lassen.

Die Teilnahme gestaltet sich denkbar unkompliziert: Erscheinen Sie mit hallentauglichen Sportschuhen einfach freitags in der Sporthalle des Kollegs! Diese befindet sich direkt über den Säulen des Haupthauses im Dachgeschoss.

Weitere Details können hier erfragt werden: adrian.gunkel@bsk-agy.de

Auf geht’s! Stoßen Sie freitags mit uns an! Als zusätzliche Motiviationshilfe hier ein paar Impressionen vom allwöchentlichen Gerangel um den Ball.

Herzliche Grüße

Adrian Gunkel

Author: redakteur

Bundesweiter Vorlesetag 2017: Das BS-Kolleg machte mit!

veröffentlicht: 12.03.2018

Im Rahmen des Bundesweiten Vorlesetages, der am 17. November 2017 stattfand,  erfreuten sowohl zahlreiche Kollegiatinnen und Kollegiaten als auch Lehrerinnen und Lehrer ihr Publikum mit einer Vielfalt von Texten, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Insgesamt 27 Romanauszüge, Kurzgeschichten, Gedichte oder Sachtexte aus eigener oder fremder Feder trafen auf aufmerksame Zuhörer und brachten sie zum Nachdenken und Schmunzeln.

Die Vorleserinnen und Vorleser des Jahrganges 76 mit ihrer Lehrerin Tanja Fließ (l.) und ihrem Lehrer Urs Tegebauer (u.l.).

Auch der Jahrgang 77 präsentierte zahlreiche Lesetalente, die ihr Publikum zu begeistern verstanden.

Die größte Vielfalt an Texten bot der Jahrgang 78, der mit den meisten Vortragenden aufwarten konnte.

Dabei überzeugten die Rezitatorinnen und Rezitatoren nicht nur durch die gelungene Auswahl geeigneter Textstellen, sondern auch durch ihr unübersehbares Vortragstalent, wodurch alle drei Leserunden über jeweils 90 Minuten kurzweilig und sehr unterhaltsam waren.

Besonders zu beeindrucken wussten dabei diejenigen, die selbst verfasste Texte vortrugen: die Schulsekretärin Kirsten Neumann, die Kollegiatinnen Jenny Zimmermann und Samantha Witt sowie die Kollegiaten Pascal Schliephake und Daniel von Glasow.

Während das begeisterte Publikum die Vorlesenden mit viel Beifall belohnte, spendierte das Braunschweig-Kolleg Büchergutscheine, damit der „Lesevirus“ erhalten bleibt und weiter erfolgreich übertragen wird.

Author: redakteur

Horst Eckert stellte am 14. November 2017 seinen neuen Roman „Wolfsspinne“ im BS-Kolleg vor

veröffentlicht: 12.03.2018

Über das Lesen von Kriminalromanen sei Horst Eckert, ehemaliger Journalist und inzwischen preisgekrönter Autor aus Düsseldorf, zum Schreiben gekommen. Denn schon Friedrich Schiller habe gewusst: Wer etwas über die Psyche des Menschen erfahren möchte, müsse in die Gerichtsakten von Mördern, Vergewaltigern und Dieben schauen. Und so verwundert es nicht, dass Eckert schnell sein Metier gefunden hat: die Kriminalliteratur.

Der preisgekrönte Schriftsteller Horst Eckert während seiner Lesung in der Aula des BS-Kolleg, die das Publikum von Anfang an zu fesseln vermochte.

Der Komplexität der Hauptfiguren gelte dabei sein Hauptaugenmerk. Ein Kommissar dürfe demzufolge nicht nur ermitteln, sondern im Verlaufe der Untersuchungen müssten sich Bezüge zum Privatleben ergeben, Betroffenheit ausgelöst und die „eigenen Leichen im Keller“ hervorgeholt werden. Deshalb habe sich Horst Eckert bisher immer wieder neue Hauptfiguren gesucht, weil die alten beizeiten „auserzählt“ gewesen seien. Sein neuer, im August 2016 erschienener Roman „Wolfsspinne“ schickt allerdings bereits zum dritten Mal den Düsseldorfer Kommissar Vincent Veih auf die Reise. Und auch hier bleibt sich der Autor seinen eigenen Ansprüchen treu: Er wartet mit einem spannenden, sprachlich anspruchsvollen Krimi auf, der mit facettenreichen Figuren und einer komplexen Handlungsstruktur zu glänzen vermag. Gleichzeitig stößt Eckert mit der Wahl seines Themas in völlig neue Dimensionen vor, denn mit seiner Mischung aus Dichtung und Wahrheit irritiert er den Leser, lässt ihn, und das ist gut so, vor allem als Fragenden und Zweifelnden zurück.

Auf spannende Art und Weise geht Eckert in seinem Thriller „Wolfsspinne“ der Frage nach, wer tatsächlich am Tod der NSU-Täter verantwortlich gewesen sein und wie viel der Verfassungsschutz über deren Taten und Ende gewusst haben könnte.

„In Wolfsspinne“ ermittelt der Kommissar Vincent Veih zunächst in einem Mordfall, der ihn in das Drogenmilieu zu führen scheint. Als weitere Morde geschehen wird ein Zusammenhang zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) immer offensichtlicher und die Fragen immer drängender: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen den Tätern, ihren Taten, ihrem angeblichen Selbstmord und dem Verfassungsschutz?

Horst Eckert geht mit diesem Thriller seinen eigenen Zweifeln nach und versucht Antworten auf viele Fragen zu finden, die bis heute noch nicht geklärt sind. Dabei versucht er die Leerstellen zu füllen mit einer eigenen, für ihn überzeugenderen Version als die bisher offiziellen Verlautbarungen. Denn selbst der  Untersuchungsausschuss des Landtags von Thüringen habe die These der Bundesanwaltschaft, wonach sich Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt selbst getötet hätten, in Zweifel gezogen, weil zahlreiche Indizien dagegen gesprochen und der Verfassungsschutz sofort alle Akten zu diesem Fall vernichtet hätten. Es geht in diesem Roman also nicht nur um Kriminelle und ihre Straftaten, sondern auch um eine ganz elementare, uralte Frage: Welcher unlauteren Mittel darf sich der Verfassungsschutz bedienen, um Unrecht zu bekämpfen? Bis wann heiligt der Zweck eigentlich die Mittel? Darf man ein Stück weit auf der Klaviatur der Verbrecher spielen, um sie am Ende in einem grandiosen Finale mit ihren eigenen Waffen zur Strecke zu bringen?

Ein hochbrisantes Buch, weil es mehr Fragen aufwirft als es Antworten gibt und den Leser zum Nachdenken zwingt über das, was gestern war, heute ist und morgen sein wird.

Author: redakteur

Bundesweiter Vorlesetag am 17. November 2017

veröffentlicht: 12.03.2018

DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn rufen dazu auf, sich am 17. November mit einer Vorleseaktion am 14. Bundesweiten Vorlesetag zu beteiligen – jeder kann mitmachen!
Deutschlands größtes Vorlesefest will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Lesen setzen und Freude am Lesen wecken. So sollen langfristig Lesekompetenz gefördert und Bildungschancen eröffnet werden.

AM 17. NOVEMBER FINDEN IM KAMINZIMMER

in der 1.und 2. Stunde Lesungen des Jahrgangs 76,
in der 3.und 4. Stunde des Jahrgangs 78 und
in der 5.und 6. Stunde des Jahrgangs 77 statt.

Dazu bitten wir ALLE, die Lust haben einen Text oder Textauszug vorzulesen, sich zu beteiligen!

Der Text kann ein GEDICHT , eine GESCHICHTE , ein ROMANAUSZUG , ein SACHTEXT oder gar ein SELBSTVERFASSTER TEXT sein.
Der Vorleser sollte Lust haben, gerade diesen Text vorzulesen und meinen, dass es den Zuhörern Spaß macht diesem Text zuzuhören.
Die Vorlesezeit der Texte sollte ca. 5 MINUTEN betragen.
Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bis Dienstag, 14.11.2017, bei
Frau Niehoff oder Ihrer Deutschlehrerin / Ihrem Deutschlehrer.

Author: admin

Lesung am Kolleg: Horst Eckert liest am 14.11.2017 aus seinem aktuellen Roman „Wolfsspinne“

veröffentlicht: 12.03.2018

Liebe Kolleg-Gemeinschaft,

am 14.11. liest der Düsseldorfer Autor Horst Eckert aus seinem aktuellen Roman „Wolfsspinne“ in der Aula unseres Kollegs.

In dem Roman „Wolfsspinne“ geht es um den Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Veih, der den Mord an der Chefin eines Edelrestaurants aufklären soll, die Verbindungen zum organisierten Drogenmilieu gehabt hat. Ronny Vogt, der als V-Mann für den Thüringer Verfassungsschutz den ‚Nationalsozialistischen Untergrund‘ (NSU) ausspioniert hat, kommt hinzu; schnell wird deutlich, dass am Mord der Restaurantchefin auch Neonazis beteiligt gewesen sind. Ronny möchte sein Wissen um die Wahrheit allerdings für sich behalten. Und so bekommt Hauptkommissar Veihs Recherche eine ganz neue Richtung…

„Mit vielen Zwischentönen zeichnet Eckert das Bild einer Gesellschaft, die sich durch rechte Gewalt und Drogen selbst zu zerreiben droht. Diese Erosion betrifft nicht nur die Ränder, sie reicht bis in die Mitte, bis in den Polizeiapparat […], und damit wird die Behörde zum Spiegelbild der Gesellschaft, die zu schützen sie täglich antritt.“ (Monika Willer; Westfalenpost)

Mehr Informationen erhalten Sie hier: http://www.horsteckert.de/wolfsspinne1.html

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr. Die Teilnahme ist für alle Kollegiaten verpflichtend. Bekannte, Freunde, Verwandte können gerne mitgebracht werden. Um die Veranstaltung zu finanzieren, müssen wir etwas Geld einsammeln:

3,- Euro für Kollegiaten; 5,- Euro für Nichtkollegiaten.

Der Betrag wird in den nächsten Tagen von Ihren Lehrkräften des Faches Mathematik entgegengenommen.

Freuen Sie sich mit uns auf den 14.11.!

Beste Grüße

Adrian Gunkel
(für das Kultur-Team des Kollegs)

Author: redakteur

Lesung am Kolleg: Hendrik Otremba las aus seinem Debütroman „Über uns der Schaum“

veröffentlicht: 12.03.2018

Am 06. September 2017 wurde in Kooperation mit dem Raabe-Haus der Kolleg-Gemeinschaft ein weiteres kulturelles Highlight angeboten: Im Rahmen der Reihe „Das erste Buch“ konnte zum zweiten Mal ein junger Autor als Gast begrüßt werden, der nicht nur vorlas und über seinen Schaffensprozess berichtete, sondern dazu noch von einem Musiker begleitet wurde.

Hendrik Otremba (l.) und Andreas Sprechtl (r.) während ihrer musikalisch untermalten Lesung

Schon mit den ersten Worten seines Debütromans „Über uns der Schaum“ gelang es Hendrik Otremba, Sänger der Postpunk-Band „Messer“,  seine Zuhörer in den Bann zu ziehen und für 60 Minuten in eine Welt zu entführen, in der zwei verlorene Menschen ums Überleben kämpfen. Mit Hilfe von berauschend düsteren Bildern wurde man dabei geradezu eingesogen in die Figur des drogenabhängigen Detektivs Joseph Weynberg, der den Auftrag bekommt, eine Frau zu beschatten, die seiner verstorbenen Liebe bis aufs Haar gleicht. Andreas Spechtl, Sänger und Gitarrist der Gruppe „Ja, Panik“, begleitete den Lesevortrag Otrembas musikalisch und intensivierte dadurch die Atmosphäre, so dass man als Zuhörer Gefahr lief, mit der Hauptfigur zu verschmelzen und mit auf eine exzessive Reise genommen zu werden, die von Leidenschaft und Tod geprägt ist und kaum Luft zum Atem lässt.

Für Entspannung sorgte erst der Applaus am Ende der Lesung und die wirklich anregende und vor allem sehr humorvolle Art und Weise, mit der die Künstler auf die zahlreichen Fragen des Publikums zu reagieren wussten und mit der sie vor allem dem Publikum Mut darauf machten, sich zukünftig selbst einem kreativen Schaffensprozess zu stellen.

 

Mit viel Humor und großer Offenheit gaben beide Künstler Auskunft über ihren künstlerischen Schaffensprozess.

 

Author: redakteur

Behördenmarathon 2017: Braunschweig-Kolleg war mit zwei Staffeln am Start

veröffentlicht: 12.03.2018

Am 16. August 2017 war es wieder so weit: Zwei Staffeln schickte das Braunschweig-Kolleg zum 16. Behördenmarathon ins Rennen: Als Kollegiaten-Team „Braunschweig-Kolleg 1“ erkämpften sich Marius Rebholz, Marvin Pagel, Astrid Loest, Dominic Hock, Stefan Alekseenko, Ilja Galusin und Isi Dimbo einen respektablen 73. Platz. Die Lehrerinnen und Lehrer rückten als „Braunschweig-Kolleg 2“ an und stürmten mit Adrian Gunkel, Anja Ruszynski, Guido Greschke, Urs Tegebauer, Frauke Niehoff, Jan Zimmermann und Thomas Riemann auf einen grandiosen 39. Platz vor.

Jan Zimmermann, Adrian Gunkel, Frauke Niehoff, Marvin Pagel, Anja Ruszynski, Stefan Alekseenko und Guido Greschke (v.l.n.r.) strahlen hier stellvertretend für beide Teams um die Wette.

Gemeinsam war allen am Ende das Hochgefühl, den Körper in der „Hitzeschlacht“ am Ölpersee verausgabt zu haben. Hochrote Köpfe, verschwitzte Rücken und bleiernde Waden hatten demzufolge keine Chance gegen leuchtende Augen und Mündern, denen Sätze entfleuchten wie „Im nächsten Jahr trainiere ich vorher noch intensiver und dann aber …“ Wer also mit dem Gedanken spielt, am nächsten Behördenmarathon als Neueinsteiger mitmachen zu wollen, muss sich ranhalten. Die „alten Hasen“ haben „Blut geleckt“ und wollen wieder laufen. Vielleicht drohen am Kolleg zukünftig sogar Ausscheidungskämpfe. Als Richtschnur seien hier die sensationellen Zeiten genannt, die unsere drei besten Staffelläufer erzielt haben: Thomas Riemann schaffte es mit unglaublichen 26 Minuten und 20 Sekunden auf den 63. Platz von insgesamt 798 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ilja Galusin (27:13, Platz 92) und Marius Rebholz (27:19, Platz 96) blieben ihm allerdings mit ihren beherzten Läufen dicht auf den Fersen.

Author: redakteur

Kulturnachmittag unter dem Motto „Erinnerungen – Eine Reise durch ein Jahrhundert (1910 – 2010)“

veröffentlicht: 12.03.2018

Am 12. Juni 2017 fand zum wiederholten Male der Kulturnachmittag in der Aula des BS-Kollegs statt. Die vom Förderverein gesponserte und von der Kreativ-AG organisierte Veranstaltung widmete sich dem Motto „Erinnerungen – Eine Reise durch ein Jahrhundert (1910 – 2010). Über zwei Stunden lang wussten KollegiatInnnen und LehrerInnen ihr Publikum mit einem bunten Programm zu begeistern. Selbst verfasste, wirklich beeindruckende Gedichte und Songs, originelle Passagen aus unbedingt lesenswerten Büchern,  hervorragend präsentierte Gesangs- und Tanzeinlagen, urkomische Sketche und skurile Gedichtvorträge ließen den Zuschauern kaum eine Atempause, denn es wurde unentwegt zum Staunen, Lachen und Nachdenken gebracht. Wer zur Ruhe kommen wollte, musste auf die Pause warten, wo sich die Cafeteria wieder einmal von ihrer besten Seite zeigte, um die BesucherInnen mit ihrem kulinarischen Programm zu verwöhnen.

Mareike Fuhrmann und Marie-Christin Hoffmann führten charmant und humorvoll durch das Programm.

Marie Gauglitz eröffnete den Kulturnmittag mit ihrem großartigen Poetry Slam „Erinnern und Vergessen“.

 

Daniel Schupp strapazierte die Lachmuskeln des Publikums …

… durch seine einzigartige Präsentation von Dada-Gedichten.

 

Für viel Spaß sorgte der Kostümwettbewerb …

… mit seinen schlagfertigen TeilnehmerInnen, ….

… coolen Outfits, …

… schrägen Interviews, …

… gelungenen Gesamtkunstwerken und …

… der jüngsten Teilnehmerin als Siegerin.

 

Jennifer Hage, Anna Remisov und Ines Drösselmann begeisterten mit einer Interpretation des Madonna-Songs „Like a virgin“.

Beim Song „Can’t help falling in love“ von Elvis Presley unterstützten sie die BackgroundsängerInnen Kai Frohbart, Ines Drösselmann und Jan Zimmermann.

 

Der Kurs „Darstellendes Spiel“ (Jg. 77) strapazierte die Lachmuskeln mit einer Slapstikversion von „Aschenputtel“ und …

… einer kabarettistischen Einlage, in der die Monotonie in der heutigen Arbeitswelt auf’s Korn genommen wurde.

Außerdem nahm er auf sehr humorige Art liebenswerte Merkmale der LehrerInnen auf’s Korn.

Dabei griff man gern auf Gesten mit hohem Wiedererkennungswert zurück.

Zum Teil reichte nur die Mimik, um zu erkennen, wer wohl gemeint war.

Aber auch einzelne Aussprüche bargen hohes Zuordnungspotential.

 

Einige Musikacts standen auch auf dem Programm: Mareike Fuhrmann bewegte mit „Märchen schreibt die Zeit“, …

… die Musiklehrerin Ruth Nölke-Walsemann präsentierte ihren eigenen Song „Komm wir gehen weg hier, …

… der Musiklehrer Johannes Kruse sorgte mit seinem Song „Gedächtnis“ für nachdenkliche Heiterkeit, ….

… Florian Ahrens berührte mit einem jiddischen und einem kurdischen Lied.

 

Während die Schulband die Bühne mit ihrem „Protestsong“ und viel Power rockte, …

servierten Lisa Zeuke und Jan Zimmermann den urkomischen Sketch „Das Viereinhalb-Minuten-Ei“.

 

Ines Duncker brachte ihre Zuhörer mit ihrem Text „Erinnerungen“ zum Nachdenken, …

André Koberski sorgte mit seinem „Sporttagebuch“ für sehr viel Spaß.

 

Author: redakteur

Projekttag anlässlich des 50. Todestages des ehemaligen Kollegiaten Benno Ohnesorg

veröffentlicht: 12.03.2018

Am 02. Juni 2017 jährt sich der Tag der Erschießung des ehemaligen Kollegiaten Benno Ohnesorgs auf einer Demonstration zum 50. Mal. Aus diesem Anlass führte das Braunschweig-Kolleg am 01. Juni 2017 einen Projekttag durch, in dessen Mittelpunkt die Frage „Jugend, Bildung, Politik – Was bleibt von 1967?“ stand. In zehn Arbeitsgruppen, die aus aktuellen und ehemaligen Kollegiatinnen und Kollegiaten sowie Lehrerinnen und Lehrern bestanden, wurden das Jahr 1967 und seine Nachwirkungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Den Anfang machte allerdings die Journalistin und Buchautorin Sabine Pamperrien, die den Projekttag in der Aula mit einem Vortrag eröffnete. Mit Hilfe von Ton- und Bilddokumenten sowie Auszügen aus ihrem Buch „1967. Das Jahr der zwei Sommer“ stimmte sie sehr anschaulich und informativ die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihre Workshops ein, die unmittelbar danach stattfanden.

Sabine Pamperrien liest aus ihrem Buch „1967. Das Jahr der zwei Sommer“. Ihrer Meinung nach habe die Jugend in erster Linie gegen den Bildungsnotstand protestiert.

In der Aula des BS-Kollegs, die mit ehemaligen und aktuellen KollegiatInnnen und LehrerInnen voll besetzt war, …

… veranschaulicht sie mit dokumentarischem Filmmaterial den damaligen Konflikt zwischen den Generationen.

In den Workshops hatten dann alle die Gelegenheit, sich in einem der folgenden Projekte intensiv mit einer ganz speziellen Thematik auseinanderzusetzen und die Arbeitsergebnisse am Nachmittag den Gästen und der Schulöffentlichkeit zu präsentieren:

Projekt 1: Zivile Nutzung der Atomkraft 1967: Heilsbringer oder stehende Atombomben?

In den Jahren ab 1960, als der kommerzielle Durchbruch der Kernenergie erfolgte, kam heraus, dass auf die Notkühlung im Falle eines Falles doch kein sicherer Verlass war. Der Begriff „Restrisiko“ wurde geprägt. Damit gilt 1967 als Gründungsjahr der Antiatomkraftbewegung, das Jahr, in dem auch der erste Atommüll in der Asse eingelagert wurde. Die ProjektteilnehmerInnen untersuchten diese und weitere Aspekte. (Bild von der Präsentation)

Projekt 2: Zeitzeugen im Dialog: Erinnerungen an 1967

Die von den KollegiatInnen vorbereiteten Interviews mit Zeitzeugen wurden mit einer Videokamera aufgezeichnet und in der Aula präsentiert. Im Mittelpunkt standen Fragen danach, wie sie den Tag, an dem Benno Ohnesorg erschossen wurde, und die sich anschließenden Studentenproteste erlebt haben. (Bild vom Workshop)

Projekt 3: NS-Eliten in der Bundesrepublik Deutschland

Mit der Bemerkung „Man schüttet kein schmutziges Wasser weg, solange man kein sauberes hat!“ kommentierte Bundskanzler Konrad Adenauer die Reintegration der NS-Eliten in führende Positionen der Verwaltung, Wirtschaft, Justiz und Politik. Die KollegiatInnen recherchierten skandalöse Einzelfälle und bereiteten eine szenische Lesung vor. (Bild von der Präsentation)

Projekt 4: Ohnesorg, Timm und der 2. Juni 2017 – Auf Spurensuche in Berlin

Um Benno Ohnesorg so nah wie möglich zu kommen, waren die WorkshopteilnehmerInnen am Originalschauplatz des 02. Juni 1967, werteten Dokumente aus und unterhielten sich mit MitkollegiatInnen Ohnesorgs. Ihre Arbeitsergebnisse präsentierten sie in einem Vortrag, einer Filmsequenz und einer Lesung. (Bild von der Präsentation)

Projekt 5: The Piper at the Gates of Drawn – Die Musik des Jahres 1967 und die Auswirkungen auf die heutige Jugendkultur

Das Jahr 1967 erwies sich als Initialzündung für die Pop- und Rockmusik, denn wichtige Debütalben erschienen und im Summer of Love fand in Monterey das erste große Festival im Freien statt. Die KollegiatInnen arbeiteten an ausgwählten Musikbeispielen, Songtexten und Videoaufnahmen den Geist dieser Zeit heraus und untersuchten die Auswirkungen auf die Jugendbewegung. (Weiteres Bild vom Workshop)

Projekt 6: 1968 und die Konsequenzen für Feminismus und Genderforschung 

Die Studentenunruhen ab 1968 hatten großen Einfluss auf die sogenannte zweite Welle der Frauenbewegung und die Ausgestaltung feministischer Grundhaltungen. Die sich etablierende Genderforschung führt Grundgedanken dieser Zeit weiter und gibt Anregungen für aktuelle Diskussionen um Diskriminierung und gleichberechtigte Teilhabe in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung. In diesem Projekt verschafften sich die TeilnehmerInnen in Textarbeit und Diskussionen Einblicke in das Thema und arbeiteten Konsequenzen für eigene zukünftige Lebensentscheidungen heraus.

Projekt 7: 1967/68 in Braunschweig

Anhand von historischen Zeitungsartikeln, Geschichtsdarstellungen und Zeitzeugen wurde in diesem Projekt erarbeitet, warum in den Jahren 1967/68 auch in Braunschweig die Emotionen sehr hoch schlugen. Dabei bewegten die Stadt nicht nur die Erhöhung der Schwimmbadpreise und der Gewinn der Deutschen Meisterschaft durch die Eintracht, sondern auch die Ermordung Benno Ohnesorgs und die Berliner Studentenproteste fanden großen Widerhall. (Bild von der Präsentation)

Projekt 8: Bürger auf die Barrikaden? – Politisches Engagement heute

In diesem Workshop wurde zunächst auf der Basis wissenschaftlicher Studien ein Überblick über die politischen Aktivitäten junger Menschen 2016/17 gewonnen, bevor in der zweiten Hälfte des Tages das Engagement der Kolleggemeinschaft in den Fokus gestellt wurde. Hierzu entwickelten die ProjektteilnehmerInnen eine Umfrage und führten diese durch, sodass die Motive für politisches Handeln identifiziert werden konnten. (Bild von der Präsentation)

Projekt 9: RAF – Radikalisierung der Bewegung

Hier gingen die KollegiatInnen mit ihren Lehrkäften den Fragen nach, welche Motive die Terroristen der RAF hatten, welche Ziele sie verfolgten und inwiefern man deren Radikalisierung mit heutigen terroristischen Gruppierungen vergleichen kann.

Projekt 10: Bild, Springer und Co. – Die Rolle der Medien

Vor dem Hintergrund der Berichterstattung im Zusammenhang mit der Ermordung Benno Ohnesorgs und den Studentenprotesten wurde hier anhand von historischem Zeitungs- und Zeitschriftenmaterial (z.B. „Bild“ und „Spiegel“) untersucht, wie sehr die damaligen Medien versucht haben, die Meinungsbildung zu beeinflussen und inwiefern ihnen dies auch tatsächlich gelungen ist. Ein aktueller Bezug zur Rolle der heutigen Medien bei der Entstehung von „fake news“ drängte sich dabei natürlich auf. (Bild von der Präsentation)

 

Im Anschluss an die sehr abwechslungsreiche Vorstellung der Projektergebnisse las der Bürgermeister Dr. Blöcker Auszüge aus dem Roman „Der Freund und der Fremde“ vor, in dem der Autor Uwe Timm sich an seinen Freund und Mitkollegiaten Benno Ohnesorg erinnert, und versetzte das Publikum in eine nachdenkliche Atmosphäre.

Der Bürgermeister Dr. Blöcker appellierte während seine Lesung im Sinne der 68er-Generation auch heute noch Autoritäten in Frage zu stellen und sich couragiert gegen die Diskriminierung Andersdenkender aufzulehnen.

Den vorläufigen Schluss des Projekttages, der vom Förderverein des Braunschweig-Kollegs gefördert wurde, bildete die Einweihung einer Gedenktafel vor dem Braunschweig-Kolleg durch Dr. Blöcker und den Schulleiter des Braunschweig-Kollegs und Abendgymnasiums Herr Hausmann.

Der Bürgermeister Dr. Blöcker (r.) mit Herrn Hausmann, dem Schulleiter des Braunschweig-Kollegs und Abendgymnasiums, bei der Einweihung der Gedenktafel vor dem Haupteingang.

 

Zahlreiche ehemalige MitkollegiatInnen Benno Ohnesorgs nahmen den Projekttag zum Anlass, mit dem Schulleiter, den LehrerInnen und KollegiatInnen ins Gespräch zu kommen und …

… sich über die Projektergebnisse zu informieren.

Danach nutzten viele Anwesende das Angebot des Cafeteria-Teams, beim gemeinsamen Grillen über die 68er-Generation und ihre Nachwirkung bis zum heutigen Tag zu diskutieren.

Author: redakteur