Exkursionen

Exkursion des Lateinkurses zum Harzhorn

veröffentlicht: 12.11.2017

Die im Jahr 2008 überraschend erfolgte Entdeckung einer Hippo-Sandale (Pferde-Schuh) und zweier Katapultbolzen aus der Römerzeit hat diese Region am Harzhorn mittlerweile zu einem von Archäologen und anderen Wissenschaftlern sehr begehrten Studienobjekt gemacht. Das Interesse ist breit gestreut: Touristen, Geologen, Angehörige der Bundeswehr, selbst ein General aus den USA waren bereits hier. Nach dem Besuch der in den Jahren 2013-2014 unglaublich erfolgreichen Ausstellung im Landesmuseum von Braunschweig, das „Roms vergessenen Feldzug“ gezeigt hatte, fahren die Latein-Gruppen des BS-Kollegs regelmäßig in diese Region, wo wahrlich „der Hund begraben“ liegt und sozusagen „nichts los“ ist. Die thematische Einführung im architektonisch sehr speziell konzipierten Pavillon und die anschließende Begehung des Schauplatzes durch eine versierte Archäologin aus Bad Gandersheim, die von Anfang an dabei war, haben nach den Jahrgängen 75 und 76 nun auch die Kollegiaten der Lateingruppe 77A am 22. März 2017 erlebt.

Die fast vollzählige Lateinklasse 77A mit ihrer Lateinlehrerin Heike Helm neben dem Infogebäude „Römerschlacht am Harzhorn“. Die spezielle Architektur symbolisiert auf den Seiten des Ausstellungspavillons die Gegner: Das Holz einer Eiche steht auf der einen Seite für die Germanen, der metallisch aussehende Baustoff auf der anderen Seite erinnert an die Römer unter Maximinus Thrax.

Vorführung der Ausrüstung der römischen Legionssoldaten durch die Archäologin des Harzhornteams mit Unterstützung eines Kollegiaten der Lateinklasse 77A. Die Ausrüstung besteht unter anderem aus einem ca. 7,5 kg schweren Kettenhemd über dem Untergewand und einer mit einem speziell geflochtenen Gürtel gehaltenen Hose. Der Kollegiat führt hier einen Legionärshelm vor, nachdem er vorher einen mit Helmbusch verzierten Offiziershelm getragen hatte.

Eine Kollegiatin und ein Kollegiat improvisieren eine Kampfszene zwischen einem Römer und einem Germanen.

Im Gelände wurden durch eine versierte Archäologin nicht nur die Fundorte der Bogenschützengeschosse, der Katapultbolzen, der Sandalennägel, eines Gürtels, eines Kettenhemds, der germanischen Relikte etc. erläutert, sondern auch die Hypothesen über den Ablauf des Kampfgeschehens vorgestellt. Darüber hinaus wurde auch eine geologisch sehr aufschlussreiche Grabungsstelle mit Versteinerungen vor Augen geführt. Die Kollegiaten durften einige Versteinerungen für ihren Biologieunterricht sammeln.

(Autorin: Heike Helm)

 

 

Author: redakteur

„Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit“ – Exkursion zum KZ-Außenlager Schillstraße in Braunschweig

veröffentlicht: 12.11.2017

Die rabbinische Weisheit „Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit“ ist als Wahrzeichen der Gedenkstätte „KZ-Außenlager Schillstraße“ auf einer Sichtbetonscheibe mit 10 m Länge und 4 m Höhe zu finden. Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes besuchten wir mit unserem Leistungskurs am 10.02.2017 die Gedenkstätte an der Schillstraße, um unter Leitung von Herrn Gerald Hartwig mehr zu dem Konzentrationsaußenlager zu erfahren, das sich während des Zweiten Weltkrieges hier auf dem heutigen Parkplatz des BraWo-Parks befand.

Gerald Hartwig führt den Geschichtskurs durch die Gedenkstätte und weiß dabei viel Wissenswertes zu berichten

Gerald Hartwig führt den Geschichtskurs durch die Gedenkstätte und weiß dabei viel Wissenswertes zu berichten

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Auf der Begrenzungsmauer des ehemaligen Lagers sind 200 Informationstafeln angebracht, die u.a. Zeitzeugendokumente beinhalten

In dem Außenlager des KZs Neuengamme waren Häftlinge untergebracht, die zum Teil aus dem KZ-Auschwitz hierher deportiert worden waren, um in den benachbarten Büssing-Werken in Sklavenarbeit die kriegswichtige Produktion aufrechtzuerhalten.

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Gerald Hartwig vor dem Denkmal, das 1838 für den gefallenen Ferdinand von Schill errichtet wurde

Darüber hinaus erfuhren wir auch noch Wissenswertes über das 1837 entstandene Schilldenkmal, das sich auf dem Gelände der Gedenkstätte befindet. Dieses Denkmal wurde zu Ehren des preußischen Majors Ferdinand von Schill errichtet, der mit seinem Freiwilligenverband 1809 einen mutigen, aber erfolglosen Aufstand gegen die napoleonische Besatzung unternahm. Sein Kopf und die Gebeine einiger seiner Gefolgsleute wurden hier beigesetzt und anschließend ein Denkmal errichtet. Problematisch war die Umdeutung und Neueinweihung des Denkmals in den 50er Jahren, als hier auch der im Zweiten Weltkrieg gefallenen oder verschollenen deutschen Soldaten gedacht werden sollte. Seit den 60er Jahren fanden hier regelmäßig Gedenkfeiern mit Kranzniederlegungen zum Volkstrauertag statt. Das ehemalige Konzentrationsaußenlager, das sich während des Krieges direkt neben dem Schilldenkmal befunden hatte, war weitestgehend in Vergessenheit geraten.

In den 90er Jahren allerdings kam es zu Auseinandersetzungen linker Gruppierungen und den Teilnehmern der offiziellen Gedenkveranstaltungen. Kritisiert wurde dabei insbesondere die Gleichsetzung der Freiheitskämpfer um Schill mit den Wehrmachtssoldaten, die in Hitlers Eroberungs- und Vernichtungskrieg gekämpft hatten. Gleichzeitig beklagte man aber auch die fehlende Wahrnehmung der unmittelbaren Nachbarschaft zum ehemaligen Konzentrationslager.

Zur Erinnerung an das ehemalige Lager gestaltete die Künstlerin Sigrid Sigurdsson im Jahre 2000 im Auftrag der Stadt die jetzige Gedenkstätte, die sich in dem neben dem Denkmal liegenden Invalidenhaus befindet. An der Steinmauer brachte sie Tafeln an, die Beiträge aus dem „Offenen Archiv“, welches im Haus zu finden ist, wiedergeben. Schon das „Offene Archiv“ war den Besuch wert, denn unter den zahlreichen Beiträgen lassen sich auch Bilder und Briefe verschiedener Zeitzeugen finden.

Zur Veranschaulichung der damaligen Situation zeigte uns Herr Hartwig eine 3D-Animation, auf der das Barackenlager rekonstruiert wurde. Besonders beeindruckend war der anschließende Film, der ein Interview mit Sammy Frenkel, einem in Braunschweig aufgewachsenen Juden, zeigte. Über Auschwitz war er zurück nach Braunschweig gekommen, wo er im Außenlager an der Schillstraße untergebracht war und Zwangsarbeit für die Büssing-Werke leisten musste – nur wenige Straßenzüge von seinem früheren Wohnort entfernt.

Der Besuch der Gedenkstätte in der Schillstraße lohnt sich für alle, die sich für die Vergangenheit ihrer Stadt und das Schicksal der KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter interessieren.

 

(Autorin: Janet-Ulrike Riesner)

Author: redakteur

Auf den Spuren deutsch-polnischer Geschichte – Kollegiatinnen und Kollegiaten besuchen die Städte Wrocław (Breslau) und Krakau

veröffentlicht: 12.11.2017

Ende August 2016 nahm ein Teil des 75er Jahrgangs an einem 8-tägigen Seminar zur deutsch-polnischen Geschichte teil, das in Kooperation mit dem Bezirksjugendwerk der AWO Braunschweig angeboten und großzügig durch den Förderverein des Braunschweig-Kollegs unterstützt wurde.​

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkurison nach Wroclaw und Krakau

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkurison nach Wroclaw und Krakau

Ziele waren die polnischen Großstädte Wrocław (Breslau) und Krakau. Während dieser aufregenden gemeinsamen Zeit haben wir viel Berichtenswertes erlebt. Den Anfang machte die ehemals deutsche Stadt Breslau. Die erste positive Überraschung war unser Hostel. Mit Hinblick auf das noch Folgende waren wir rückblickend für diesen Glücksgriff sehr dankbar. Das Moon Hostel ist eine echte Empfehlung für jeden, der günstig in Breslau „Urlaub“ machen möchte.

Stadtführung durch Wrocław

Stadtführung durch Wrocław

Gleich nach dem Einchecken bekamen wir im Rahmen einer Führung durch die wunderschöne Altstadt einen ersten Einblick in die wechselhafte Geschichte Breslaus, die unser Guide Norbert uns auf sympathisch humoristische Art näherbrachte. An den folgenden eineinhalb Tagen erschlossen wir uns im Rahmen von Vorträgen, Diskussionen und Museumsbesuchen weitere Aspekte der deutschen und polnischen Geschichte der Stadt. Nach dem erlebnisreichen Wochenende in Wrocław (Breslau) machten wir uns am Montagnachmittag auf den Weg nach Krakau.

Vortrag an der „Adler-Apotheke“ im ehemaligen jüdischen Ghetto Krakaus. Die Apotheke diente als zentraler Ort des Widerstands im Ghetto, hier wurden falsche Papiere ausgestellt, Nachrichten übermittelt und Fluchtversuche organisiert.

Vortrag an der „Adler-Apotheke“ im ehemaligen jüdischen Ghetto Krakaus. Die Apotheke diente als zentraler Ort des Widerstands im Ghetto, hier wurden falsche Papiere ausgestellt, Nachrichten übermittelt und Fluchtversuche organisiert.

Die knapp dreistündige Busfahrt über holprige Autobahnen endete nach einer kleinen Irrfahrt durch Krakau und einem spektakulären Beinahe-Zusammenstoß mit einer Straßenbahn letztlich doch erfolgreich am Busbahnhof. Nach unserer schönen Unterkunft in Breslau stellte das Flamingo-Hostel eine herbe Enttäuschung dar. In dem laut Rezeptionisten besten Party-Hostel in Town war an Schlaf kaum zu denken. Zum Glück konnten die Aktivitäten, denen wir in Krakau nachgingen, über unser nächtliches Leiden hinweghelfen. Zahlreiche Vorträge, Museumsbesuche und Besichtigungen füllten das recht dichte Programm. Ein besonderes Highlight war hierbei der unbeabsichtigte Ausflug in die Natur, den wir auf der Suche nach dem ehemaligen Konzentrationslager Krakaus unternahmen.

Was wie ein „Wandertag“ aussieht, ist die Suche nach dem ehemaligen Konzentrationslager Krakaus, das weder ausgeschildert, noch als Gedenkort eingerichtet ist.

Was wie ein „Wandertag“ aussieht, ist die Suche nach dem ehemaligen Konzentrationslager Krakaus, das weder ausgeschildert, noch als Gedenkort eingerichtet ist.

Denn dieser auch aus dem Film „Schindlers Liste“ bekannte  Ort des Schreckens ist den Krakauern nicht einmal einen Wegweiser wert. Der Rundgang durch das ehemalige jüdische Viertel Kazimierz mit der Besichtigung einer Synagoge und des jüdischen Friedhofs wirkte dagegen richtig entspannend.

Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau

Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau

Sehr bewegend und informativ war der Tagesausflug in das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Es war schockierend zu sehen, wie viele Menschen unter den Grausamkeiten des NS-Regimes gelitten haben. Auf eine eindrucksvolle Art und Weise machte unsere Reiseleitung in Auschwitz uns diesen Umstand klar.

Um aber mit etwas Angenehmem abzuschließen, sollte das allabendliche Zusammensein unserer harmonischen (und „glücklichen“) Gruppe hervorgehoben werden, die Gemeinschaft war wirklich toll und auch Frau Cukrowski machte da keine Ausnahme.

(Autoren: Kevin Altenburg und Oliver Kühn)

Author: redakteur

Intensive und erlebnisreiche Arbeitswoche im Harz

veröffentlicht: 11.11.2017

Von Montag, dem 5. Oktober 2015, bis Freitag, dem 9. Oktober 2015, fand die traditionelle Fahrt aller Kollegiatinnen und Kollegiaten der Einführungsphase in die „Flambacher Mühle“ statt. In dieser Arbeitswoche wartete auf alle Beteiligte ein abwechslungsreiches Programm: ein mehrtägiges, von den Klassenlehrern durchgeführtes Seminar zur Gestaltung von Referaten und fünf mehrtägige, von Bildungsreferent/innen des Jugendwerks der AWO Braunschweig durchgeführte Workshops zu folgenden Themen:  „Selbstdarstellung und Rhetorikgrundlagen“ (Dorothee Sturz), „Stressbewältigung“ (Julia Zylla), „Präsentation und Präsentationstechniken“ (Thomas Schwarze), „Zeit- und Selbstmanagement“ (Florian Hoffmeister) und „Effektives Lernen und Merken“ (Matthias Bosse).

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Jeden Tag wartete ein intensives und abwechlsungsreiches Programm auf die Kollegiatinnen und Kollegiaten.

 

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In Workshops wurden sich gemeinsam grundlegende Kenntnisse über ausgewählte Fragestellungen zu Lern- und Präsentationstechniken erarbeitet.

 

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Kollegiaten bei der Arbeit an ihrem Referat.

 

Das Ergebnis ihrer intensiven Arbeit  präsentierten alle Kollegiatinnen und Kollegiaten am letzten Tag in Form eines Referates zu ausgewählten Themen, wie z.B. „Cyber-Mobbing” oder  „Gleichberechtigung von Mann und Frau – Wunsch oder Wirklichkeit?”. Hier konnten alle das in den Seminaren und Workshops Gelernte anwenden und erhielten eine unmittelbare Rückmeldung darüber, inwieweit sie schon in der Lage sind, ein Thema innerhalb kürzester Zeit so aufzubereiten, dass man es als Team angemessen präsentieren kann.

Allerdings hatte die E-Phasen-Fahrt in die Nähe von Clausthal-Zellerfeld im Oberharz noch einiges mehr zu bieten: „Dass wir uns alle im gesamten Jahrgang viel besser kennengelernt haben, dafür allein hat sich diese Fahrt schon gelohnt”, waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig. Um diesem zentralen Ziel der Arbeitswoche ein großes Stück näher zu kommen, gestaltete ein Team unter der Leitung des Diplom-Freizeitwissenschaftler Thore Langelüddecke am Mittwoch einen erlebnispädagogischen Tag. Dort mussten die klassenübergreifend neu zusammengestellten Teams am Vormittag zunächst drei interaktionsbetonte Aufgaben unter strenger Zeitvorgabe lösen. Neben Kreativität war dabei vor allem das gemeinsame Finden von Lösungsstrategien gefragt, die von allen ein hohes Maß an Kooperation verlangte.

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Hier war Einsatz, Keativität und Teamfähigkeit gefragt.

 

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Ohne Geschicklichkeit ging hier gar nichts.

 

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Manchmal musste man dicht zusammenrücken.

 

Im Anschluss daran sahen sich die Teams vor die Aufgabe gestellt, ihr selbst gegebenes Tagesmotto in eine Bild und einen kreativen Textvortrag umzusetzen. Die am Nachmittag präsentierten Ergebnisse, bei denen getanzt, getrommelt, gesungen und gerappt wurde, sorgten beim Publikum für viel Furore und lösten wahre Begeisterungstürme aus. Lohn  für ein großes Engagement und eine gewaltige Prise Humor, mit denen alle Teams zu Werke gegangen waren.

Einen großen Beitrag, das Miteinander in diesem Jahrgang zu fördern, leistete darüber hinaus die Tatsache, dass jede Klasse für einen Tag für die Verpflegung aller zuständig war. Unter der umsichtigen Leitung des Kochs Johannes Zimber und seinem Assistenten Philipp Balke, einem Kollegiaten aus dem vorangegangenen Jahrgang, wurde nicht nur für ca. 100 „Mäuler“ Frühstück, Mittag und Abendbrot zubereitet, sondern auch eingedeckt, abgeräumt und abgewaschen. Nicht nur eine kulinarische, sondern auch logistische Glanzleistung! Für ein kleines „Sahnehäubchen“ sorgten dabei die Lehrerinnen und Lehrer des Kollegs, die jeden Tag in der Mittagspause blechweise Kuchen backten, damit, wie der Lehrer Jan Zimmermann schmunzelnd anmerkte, die Kollegiatinnen und Kollegiaten „ihren Kaffee nicht trocken trinken müssen“.

 

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Koch Johannes Zimber und Lehrerin Karin Cukrowski bei der Abstimmung des Speiseplans

 

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Jeden Tag kochte eine andere Klasse.

 

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Die Lehrerinnen und Lehrer überraschten jeden Tag mit neuen Kuchenvariationen.

 

Besonders bemerkenswert war auch, dass die Kollegiatin Mareike Fuhrmann und die Kollegiaten André Koberski und Daniel Schupp trotz des intensiven Wochenprogramms noch Zeit dafür fanden, für den Abschlussabend etwas vorzubereiten, dass allen lange in Erinnerung bleiben wird. In Anlehnung an die Kultserie „Schillerstraße“ bereiteten sie ein Stück vor, das von den spontan ausgewählten Lehrerinnen, Lehrern, Kollegiatinnen und Kollegiaten auf der Bühne grandios umgesetzt wurde, weil das Publikum im vollbesetzten „blauen Salon“ geradezu im Minutentakt zu tosendem Applaus gezwungen wurde.

 

 

 

 

Author: redakteur

Lateinexkursion zum Harzhorn

veröffentlicht: 11.11.2017

Die Jahrgänge 74 + 75 besuchten am 02.07.2015 das Schlachtfeld am Harzhorn

Mit der Entdeckung eines Schlachtfeldes am Harzhorn, das ins 3. Jh. n. Chr. datiert wird, haben wir vor wenigen Jahren in „unserer“ näheren Umgebung einen Sensationsfund erlebt, wenngleich der beschauliche Waldweg über diesem Schlachtfeld jahrhundertelang nichts davon ahnen ließ (www.roemerschlachtamharzhorn.de/roms-vergessener-feldzug.html).

Nachdem in den Jahren 2013-2014 die unglaublich erfolgreiche Ausstellung im Landesmuseum von Braunschweig „Roms vergessener Feldzug“ (www.3landesmuseen.de/Landesausstellung-2013.994.0.html) gezeigt und von zwei Gruppen des BS-Kollegs der Jgg. 72-74 besichtigt worden war, bot es sich jetzt zum Schuljahrsende an, den Originalschauplatz in Augenschein zu nehmen.

Um diesen geschichtsträchtigen Ort museumspädagogisch sinnvoll zu präsentieren, ist am Harzhorn eine architektonisch auf die Konfrontation von Germanen und Römern abgestellte stimmige Location entstanden, die mit Hilfe eines archäologisch vorgebildeten Harzhornguides geeignet ist, den interessierten Besucher mit Hintergrundinformationen und Anschauungsmaterial auf den 500 m langen Erlebnispfad vorzubereiten.

Eine gut einstündige Pkw-Fahrt ist allerdings vonnöten, um diese einzigartige archäologische Sensation in Augenschein zu nehmen, wenn man nicht drei Stunden mit dem Bus nach Kalkriese fahren will, um eine Ahnung von der berühmten Varusschlacht im Jahre 9 n. Chr. zu erfahren.

Heike Helm

Author: redakteur

Lateinkollegiaten hören Vortrag von Professor Werner Dahlheim

veröffentlicht: 11.11.2017

 

,,Glanz und Elend der politischen Elite Roms in der späten Republik“

 

 

Dieser informative Vortrag über die römische Republik, vorgetragen am 29. Mai 2015 von dem 2006 emeritierten Althistoriker Prof. Werner Dahlheim aus Berlin im Lichterhof des Städtischen Museums in Braunschweig, organisiert von Latein- und Geschichtslehrern des Wilhelm-Gymnasiums BS für Latein- und Geschichtsschüler der Oberstufe, sollte unseren Lateinkollegiaten nicht vorenthalten werden, zumal sie sehr oft auch an alter Geschichte und Politik Interesse zeigen. Nebenbei wird auch einmal in andere Lernorte wie das Traditionsgymnasium WG aus dem 19. Jh. und das Städtische Museum am Inselwall Einblick genommen.

Der Andrang von Schülern des 1. Bildungswegs und die Begeisterung für den Referenten aus Berlin über ein abiturrelevantes Thema waren berechtigt. Ich hoffe, im Unterricht der Jahrgangs 75 daran anknüpfen zu können, wenn wir Themen wie die Gracchen, die Aufdeckung der Verschwörung des Catilina durch Cicero, die Provinzverwaltung sowie die Bedeutung des Gnaeus Pompeius Magnus berühren.

 

Heike Helm

Author: redakteur

Lateiner besuchen Winckelmann-Museum

veröffentlicht: 11.11.2017

Exkursion nach Stendal am 29.01.2015

 

Da der Lateinunterricht am BS-Kolleg nicht nur zur Befähigung der Teilnehmer führen soll, lateinische Texte im Original zu lesen und Latein als Abiturfach zu wählen, organisieren wir regelmäßig eine zum Unterricht passende Exkursion.

Der in den Jgg. 73 und 74 vorgesehene Autor Plinius der Jüngere (ca. 61-113 n. Chr.), der zwei längere lateinische Texte zum Vesuvausbruch im Jahr 79 n. Chr. hinterließ, hat uns aber nicht etwa nach Italien geführt, sondern nach Sachsen-Anhalt, zu einem der kulturellen Gedächtnisorte (►kulturelle-gedaechtnisorte.de), der im Verzeichnis der kulturellen Leuchttürme aufgeführt ist, das im Jahr 2001 im Auftrag der Bundesregierung erarbeitet wurde (►Blaubuch).

Mit Kollegiaten aus den Jgg. 73, 74 und 75 fuhren wir am Tag vor der Halbjahreszeugnisausgabe am 29.01.2015 nach Sachsen-Anhalt in die alte Hansestadt Stendal.

Dort  bietet das Winckelmann-Museum den an der Antike Interessierten einen kleinen Einblick in das Leben eines Mannes aus der 1. Hälfte des 18. Jhdts., der als Kind einer mittellosen Schusterfamilie in Stendal durch Fleiß und Interesse an den alten Sprachen und der antiken Kunst in weiterführende Bildungseinrichtungen jener Zeit gelangte – keine Selbstverständlichkeit, wie wir durch Vorbereitungsreferate von Maria (Jg. 73) und Kevin (Jg. 74) erfuhren. Bekanntlich sind die beiden berühmten Städte Pompeji und Herculaneum – 79 n. Chr. verschüttet wie zahlreiche andere Orte – Anfang des 18. Jhdts. wiederentdeckt und ausgegraben worden. Dies führte zu einer unglaublichen Antikenbegeisterung, so dass zahlreich Fundstücke u. a. an die Fürstenhöfe jener Zeit gelangten. Einige Kopien, Originale und zeichnerische Dokumente Antikenbegeisterter konnten wir uns im Museum anschauen, das auch den erstaunlichen Werdegang des Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) zeigt, der die moderne Archäologie und die Kunstgeschichte begründete und zum Aufseher über die Altertümer im Vatikan in Rom avancierte.

 

Den Ausbruch des Vesuvs erlebten wir im benachbarten Kindermuseum, wo insbesondere der Jg. 73 die im Unterricht gelesenen Textstellen von einem Sprecher in einer nachgestellten Szene wiedererkannte. Andere Exkursionsteilnehmer sind währenddessen in den „Vulkan“ geklettert.

Die Besteigung des hölzernen Trojanischen Pferdes, das vor über 10 Jahren für die Troja-Ausstellung in Braunschweig gebaut worden war, und das Erlebnis eines Freiland-Irrgartens auf dem Museumsgelände rundeten den Besuch ab, den wir mit Pkws von Mitschülern unternahmen. Diesen Mitschülern (Katja Schweimler, Michael Donner aus Jg. 73, Kevin Regener Jg. 74, Anja Lorz, Philipp Balke aus Jg. 75) sei hier ausdrücklich gedankt, ebenso unserem Förderverein für einen finanziellen Zuschuss, nicht zuletzt meinem Ehemann, der uns diese wissenschaftliche Einrichtung mit Hintergrundwissen und Freude nähergebracht hat.

 

 

Heike Helm

Author: redakteur