Darstellendes Spiel

Das Fach ist als Grundkurs seit 1998 an der Schule eingeführt; es wird unterrichtet von den Kollegen Schmieding und Lehne, die sich im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme von

1996 –1998 am Niedersächsischen Landesinsitut für Fortbildung qualifiziert haben.

 

Die Schwerpunkte im Curriculum:

Jahrgang 11: Prozessorientiertes Arbeiten              > Einführung in theatrale Ausdrucksformen

Jahrgang 12: Von der Prozess- zur Produktorientierung   > Stücksuche,- findung,- erarbeitung

Jahrgang 13: Produktorientiertes Arbeiten              > Im Zentrum steht eine große Aufführung

 

Die Liste zeigt die idealen Erfahrungsfelder, die KollegiatInnen in diesem Fach vorfinden:

Darstellendes Spiel legt Schwerpunkte auf kreatives Handeln, das im Rahmen eines Gruppenprojekts auf ein ästhetisches Produkt, die Aufführung, zielt.

Der individuelle Wert liegt in der Wahrnehmung körpersprachlicher und verbaler Möglichkeiten und Erfahrungen, in der Schulung von Körperbewusstsein und Stimmausdruck.

Der Projektcharakter fördert besonders mitverantwortliches Planen, Entscheiden und Handeln.

 

So sind in den letzten Jahren folgende Programme entwickelt und aufgeführt worden:

Der elektrische Mann (1995) – ein Stück nach dem Schauspiel von Heidi v. Plato. Vier junge Außenseiter und ein Leben am Rande der Gesellschaft.

The Kolleg-Family (1996) – eine kabarettistische Collage aus selbstgeschriebenen Szenen und umgetexteten Schlagern zu den Höhen und Tiefen des Kollegiaten-Lebens

Diatryma (1997) – ein Stück nach N. Silvers Pterodactylus. Die Farce schildert den Untergang einer bürgerlichen Familie in New York; sie scheitert letztlich an ihren eigenen Abwehrmechanismen gegenüber dem aidskranken Sohn!

Mein herzallerliebster Waschsalon (1997) – ein satirisches Musical zum Thema Liebe – mit den Waschsalon-typischen starken Frauen, Girlies, Softies und unwiderstehlichen Machos

S.O.S. – Kolleg in Seenot (1999) – ein satirisches Musical über die letzten Stunden des Braunschweig-Kollegs mit selbstgeschriebenen Szenen und umgetexteten Liedern von Schlagern bis zu Poptiteln

Unser ehrenwertes Mietshaus (2000) – eine von Kollegiaten selbstgeschriebene satirische Szenencollage über ihr Leben.

Hast du Hunger? (2004) – eine Szenenfolge nach dem Grips-Theater Stück „Kloß im Hals“ zum Thema Essstörungen

Heißer Sommer (2005) – nach Uwe Timms gleichnamigen Roman. Der Student Ulrich Krause erlebt in München und Hamburg die turbulente

Zeit der 67er Studentenbewegung   einschließlich des Todes von Benno Ohnesorg.

Das Henkersmahl (2009) – nach dem schwarzhumorigen Spielfilm „Last Supper“ von Stacy Titel. Fünf liberale gastfreundliche Studenten haben sich eine besondere Methode der Weltverbesserung ausgedacht, die für viele Gäste aber leider unter dem Tomatenbeet im Garten endet.

Verschiedene DASP-Gruppen haben in den letzten Jahren darüber hinaus kleine Szenen für die Abiturienten-Entlassungsfeiern erarbeitet und aufgeführt.

Für die Fachschaft
Ulli Lehne